Alte Messe FFM

Im letzten Teil dieser Serie widmen wir uns dem dritten Tag des hl. Triduums: Karsamstag (Sabbato Sancto)und der Vigil von Ostern.

Karsamstag vor 1955

Name und liturgische Zeit

Im alten Missale (d.h. bis zur Kalenderreform von 1960) war der Karsamstag ein privilegierter Tag – d.h. kein Fest konnte ihn irgendwie verdrängen – aber vom Ritus her semiduplex. Das bedeutet, dass er zwar einige, aber nicht alle Privilegien eines Festes hat. So fehlt bedeutsamerweise, z.B. das Credo. Warum das so ist, werden wir im Laufe dieses Beitrages erfahren.

Karsamstag verfügt wie die beiden vorherigen Tage über Tenebræ und ein eigenes, besonderes Offizium, auf das wir am Ende zu sprechen kommen. Hier wollen wir uns der Ostervigil widmen – bewusst steht da Ostervigil und nicht Osternacht, denn die Feier ist – anders als man erst denken könnte – tatsächlich keine nächtliche, sondern eine abendliche Feier. Wie die anderen Tage der Karwoche auch, ist findet sie nach der Non und vor der Vesper statt. Dies hat seinen Grund in der altkirchlichen Fastendisziplin, nach der die erste Mahlzeit gemeinsam nach der Vesper eingenommen wurde – daher auch der alte Entlassruf Benedicamus Domino an violetten Tagen.

Ebenso werden wir im Verlauf sehen, dass es sich bei dieser Feier nicht um eine „erste Messe von Ostern“, d.h. die eigentliche Ostermesse, handelt, sondern um eine freudige Erwartung der Auferstehung, die markant von der tatsächlichen Ostermesse am Ostersonntag (nach der Terz, wie an allen Festtagen) unterschieden ist. In der Ostervigil beginnt die Auferstehung, findet aber nicht ihre Vollendung. Karsamstag ist ein eigener liturgischer Tag, mit seiner eigenen Feier – einer Vigil. Eine Vigil ist keine „Vorabendmesse“, sondern eine Vorbereitung, Erwartung, eine Wache. All diese Punkte sollte man im Hinterkopf behalten, wenn wir uns nun die Feier im Einzelnen anschauen.

Allgemeines

Der Ritus beginnt nach der Non, wie an allen Werktagen der Quadragesima. Die Ministri tragen violette Paramente (Chormantel und gefaltete Kaseln). Die Vigil wird in weiß enden, denn heute endet der letzte Tag der Fastenzeit und geht in Ostern über. In der Kirche sind alle Lichter gelöscht. Auf der Evangelienseite im Altarraum steht, auf einem hohen Leuchter, die Osterkerze, reich verziert und bemalt. Viele alte Kirchen verfügen über solche großen, gar massiven Osterleuchter, einer Säule gleich. Gemeinsam mit der Osterkerze erinnern sie an den Auszug aus Ägypten durchs Rote Meer, als Israel von einer Feuersäule hindurch geleitet wurde.

Auf dem Hochaltar stehen sechs hohe Leuchter mit weißen, gebleichten Kerzen, die aber gelöscht sind. Alle Bilder der Kirche sind weiterhin verhüllt.

Segnung des Feuers

Draußen vor der Kirchentür wird aus einem Feuerstein das Feuer entzündet. Ministri und Ministranten kommen heraus, um das Feuer zu segnen. Der Subdiakon trägt das Kreuz, die Akolythen haben fünf Weihrauchkörner, die später in die Osterkerze eingelassen werden, und Weihwasser dabei. Der Priester singt drei Orationen über das Feuer und eine über die Weihrauchkörner.

Die erste Oration spricht von Christus als dem Schlusstein, aus dem das Feuer der Herrlichkeit Gottes hervorstrahlt, und so auf den Feuerstein bezieht. Die zweite erwähnt Moses, den Gott erleuchtet und aus Ägypten herausgeführt hat. Die dritte schließlich erbittet von Gott durch dieses Licht Stärkung und Schutz vor den Angriffen des Feindes. Es folgt direkt die Segnung der Weihrauchkörner, und erst danach werden Feuer und Körner mit Weihwasser besprengt – währenddessen betet der Priester die Antiphon Asperges me. Er inzensiert danach das Feuer und die Körner.

Der Diakon legt seine violette gefaltete Kasel ab – die anderen behalten jedoch ihre Gewänder an – und zieht eine weiße Dalmatik mit Manipel an. Dann nimmt er das sog. Trikirion (auch Tricereo, arundus) zur Hand. Dabei handelt es sich um einen langen Stab, an dessen Spitze in dreieckiger Form drei Kerzen befestigt sind. Ihr Symbolgehalt ist reich: So stellen sie zum einen die Frauen, die ans leere Grab kommen, aber auch die Dreifaltigkeit dar.

Die Entzündung der zweiten Kerze am arundo.
Quelle: CultureAndAnarchy.org (Detail)

Nun setzt sich die Prozession in Bewegung. Sie geht in die Kirche, in der alle Lichter gelöscht sind und in der das Volk wartet. Wenn die Prozession einige Schritte in die Kirche hineingegangen ist, kommt ein Akolyth mit einem am gesegneten Feuer entzündeten Docht und zündet die erste Kerze am arundo an. Der Diakon erhebt ihn, macht eine Kniebeuge (alle anderen außer der Subdiakon mit dem Kreuz ebenfalls) und singt Lumen Christi, auf das die Schola mit Deo gratias antwortet. Die Kniebeuge machen alle geradeaus. Dies vollzieht sich insgesamt drei mal, jedes mal einen Ton höher und weiter in die Kirche hinein, bis die drei Kerzen entzündet sind. Das letzte Lumen Christi wird direkt vor dem Altar gesungen.

Exsultet

Am Hochaltar angekommen (es brennen nur die drei Kerzen auf dem Trikirion), steigt der Zelebrant empor, küsst ihn und geht auf die Epistelseite am Altar, während der Diakon einem Akolythen den Stab übergibt. Der Diakon erbittet wie beim Evangelium den Segen zum Gesang des Exsultet, den der Zelebrant in derselben Form gibt wie in der Messe, aber statt Evangelium suum sagt er suum paschale præconium. Wie zum Evangelium (aber ohne Leuchter) ziehen alle auf die Evangelienseite zum Osterleuchter, auf dem die Kerze steht. Davor befindet sich ein Pult, an dem der Diakon das Exsultet singt. Neben ihm stehen Kreuz, Weihrauch und das Trikirion.

Er stimmt das Exsultet an, das in eine Weihepräfation der Kerze übergeht, wenn per omnia sæcula sæculorum, Dominus vobiscum, Sursum corda, erklingt. Hier haben wir es mit einem uralten diakonalen Segen zu tun. Sie preist die Geheimnisse der Heilsgeschichte, die alle in der Auferstehung Christi gipfeln und ihre Erfüllung finden. Hæc nox est, dies ist die Nacht, die anbrechende Nacht: In der Israel aus Ägypten geführt wurde; in der die Feuersälue die Dunkelheit der Sünde verbannte; in der Christus die Fesseln des Todes zertrat und auferstand. Es klingt die Freude der Erwartung durch. Wie der Diakon inmitten der violetten Gewänder und der dunklen Kirche in weißer Dalmatik steht, so erwarten wir den Auferstandenen, bis er uns in der Messe des Ostertags erscheint: Resurrexi et adhuc tecum sum.

Bei den Worten curvat imperia unterbricht der Diakon den Gesang, steckt in Kreuzform die Weihrauchkörner in die Kerze und fährt dann fort: In hujus igitur noctis gratia, suscipe, sancte Pater, incensi hujus sacrificium vespertinum… Was er eben getan hat, besingt er jetzt direkt weiter im Exsultet. Nach den Worten Sed jam columnæ hujus præconia novimus, quam in honorem Dei rutilans ignis accendit entzündet er mit dem neben ihm wartenden arundo die Osterkerze. Wieder singt er ein wenig weiter bis hujus lampadis apis mater eduxit und es werden die Kerzen der Kirche – nicht aber des Altares – entzündet. Man erkennt, wie der Text des Exsultet mit den Zeremonien korrespondiert, die der Diakon vollzieht, wenn er die Kerze segnet.

Prophetien

Nun legt der Diakon seine weißen Gewänder ab und zieht wieder die violette gefaltete Kasel an – der erste freudige Anklang des Osterfestes ist verklungen. Der Priester tauscht seinen Chormantel gegen eine violette Kasel, denn ersterer wird gewöhnlicherweise für Segnungen und Prozessionen gebraucht, die nun vorbei sind. Alle legen violette Manipel an. Es folgen die zwölf Lesungen/Prophetien, die da sind:

  1. Gen 1,1-2,2: Die Schöpfung
  2. Gen 5,31-8,21: Noah und die Arche (einige Verse fehlen)
  3. Gen 22,1-19 : Das Opfer Abrahams
  4. Ex 14,24-15,1. Danach ein Tractus der folgenden Verse 15, 1-3, die die Wanderung durchs Rote Meer besingen.
  5. Jes 54,17-55,11: Zur Vorbereitung auf die Taufe
  6. Bar 3,9-38: Gott offenbart sich seinem Volk
  7. Ez 37,1-14: Die Vision der Knochen und der Auferstehung
  8. Jes 4,1-6. Danach ein Tractus aus Jes 5, 1-2 und 7: Der Weinberg des Herrn.
  9. Ex 12, 1-12 (wie an Karfreitag): Das Gesetz und das Paschalamm
  10. Jona 3,1-10: Aufruf zur Buße
  11. Dtn 31,22-30. Danach ein Tractus aus Dtn 32,1-4: Aufruf zur Wahrung des Gesetzes Gottes
  12. Dan 3,1-24: Die drei Jünglinge im Feuerofen.

Nach jeder Lesung folgt Flecatus genua, etc. und eine Oration. Nach der vierten, achten und elften Lesung gibt es zusätzlich einen Tractus. Nach der letzten Prophetie gibt es jedoch kein Flectamus genua, etc. In den zwölf großen Lesungen, in ihrer Zahl reich an Symbolik, vollziehen wir einen Streifzug durch die Heilsgeschichte. Sie führen uns auch zurück in eine Zeit, in der es der Normalfall war, dass in dieser Feier die Katechumenen getauft wurden. In den römischen Katakomben finden sich zahlreiche Abbilder der Themen dieser Lesungen. Für sie gibt es ebenfalls hochkomplexe, wunderschöne Melodien, deren Ausführung für einen Lektor wahrlich einer Buße gleichkommt. Wir kommen nun zur Segnung des Taufbrunnens – wenn die Kirche einen Taufbrunnen hat.

Die Ostervigil: Orationen finden am Altar und mit gefalteten Kaseln statt.
Quelle: FSSP Roma (April 2020), Parrocchia Ss. Trinità dei Pellegrini.

Weihe des Taufbrunnens

Der Priester zieht hierfür wieder ein violettes Pluviale an, denn es handelt sich um eine feierliche Segnung. Im voraus ziehen der Subdiakon mit dem Kreuz, Akolythen mit Kerzen und die Osterkerze. Während der Prozession singt die Schola den Tractus Sicut cervus (Ps 41). Am Taufbrunnen angelangt, betet der Priester eine Oration für die Täuflinge, die von jenem eben besungenen Hirsch spricht, der nach Wasser lechzt. Es folgt eine zweite Oration, welche die Weihe des Taufbrunnens einleitet und in eine Präfation – wie zuvor bei der Kerze – übergeht.

Während der Präfation teilt er das Wasser mit seiner Hand, haucht in Kreuzform darüber, und versprengt es in die vier Himmelsrichtungen. Die Osterkerze wird dreimal, jeweils tiefer, hinein gesenkt und schließlich haucht der Priester in Form eines Psi erneut über das Wasser. Abschließend gibt er erst Katechumenen-, dann Chrisamöl und schließlich beides zusammen in den Brunnen und verteilt es im gesamten Wasser.

Wenn es zu taufende Katechumenen gibt, werden diese nun getauft. In Kirchen, die keinen Taufbrunnen haben, entfällt dieser gesamte Teil und es wird nach der letzten Lesung direkt mit dem folgenden fortgefahren.

Allerheiligenlitanei

Es folgt nun die Allerheiligenlitanei. Wie in uralten Zeiten wird dabei jede Zeile doppelt gesungen: zuerst einmal von einem Kantor vorgesungen, danach vom Chor wiederholt. Sie wird am Stück gesungen. Priester und Leviten legen ihre gefalteten Kaseln ab und legen sich auf die Altarstufen. Gegen Peccatores stehen sie auf und begeben sich in die Sakristei, wo sie weiße Messparamente – Kasel, Dalmatik und Tunicella – anlegen. Währenddessen werden die Kerzen am Altar entzündet.

Die Hl. Messe

Nach dem letzten Christe exaudi nos geht die Schola direkt ins Kyrie über, das sie wie in der Hl. Messe singt. Die Ministri kommen zurück in den Altarraum und beten vor dem Altar das Stufengebet mit Judica me und Gloria Patri. Sie steigen zum Altare auf, der Zelebrant küsst und inzensiert ihn wie üblich. Einen Introitus gibt es nicht. Nachdem er das Kyrie rezitiert hat, stimmt er in der Mitte feierlich das Gloria in excelsis an, die Orgel bricht aus ihrem fastenzeitlichen Schweigen donnernd hervor, die Glocken erklingen und die Bilder werden enthüllt.

Dass diese Messe nicht die „erste Messe“ von Ostern, sondern eine freudige Erwartung des auferstandenen Heilandes, zeigen verschiedene Besonderheiten. So fehlen bestimmte Elemente, etwa ein Introitus, Leuchter zum Evangelium, das Agnus Dei, der Friedensgruß, das Credo und der Offertoriumsvers. Auch andere Elemente zeigen an, dass sich das Ostergeheimnis immer noch nicht ganz manifestiert hat: Denn der Heiland ist uns noch nicht erschienen, wir erwarten Ihn immer noch. Denn eine „Vigil“ ist ein Wachehalten. Eine ähnliche Praxis gibt es auch in den Ostkirchen.

Nach der Epistel kehrt das Alleluja zurückund zwar dreifach, jedes Mal einen Ton höher. Seit Septuagesima fehlte es und wurde durch einen Tractus ersetzt. Und auch jetzt, obwohl es zurückkehrt, ist noch immer nicht alles offenbar, denn es folgt nach dem Graduale wieder ein Tractus (Ps 116,1-2) – wie seit Septuagesima. Das Evangelium ist Mt 28,1-7: Die Frauen kommen zum Grab, der Engel verkündet ihnen die Auferstehung, doch sie sehen Ihn noch nicht. So auch die Kirche: Der Herr ist auferstanden, ist uns aber noch nicht erschienen. Es folgt kein Credo, der Offertoriumsvers fehlt. Es gibt keinen Friedensgruß, denn der Herr ist noch nicht erschienen (vgl. Joh 20,19-21). Im Canon gibt es jeweils ein eigenes Communicantes und Hanc igitur.

Statt der Communio-Antiphon, wird die erste Vesper von Ostern gesungen. Wir erinnern uns: Die Vigil beginnt nach der Non und endet deshalb mit der Vesper, bis zu der gefastet wurde. Die Vesper ist äußerst kurz: Sie besteht aus einem Psalm (116) mit der Antiphon Alleluja, alleluja, alleluja. Hierauf folgt das Magnificat mit der Antiphon Vespere autem sabbati, die der Zelebrant intoniert und die Schola fortsetzt. Der Altar wird inzensiert.

Die Vesper (und die Messe) schließen mit einer Oration Spiritum nobis, Domine und Ite, Missa est, alleluja, alleluja. Ite, denn die Vesper ist nun gebetet und das Fasten kann gebrochen werden.Hierauf folgen Segen und Schlussevangelium. Die gesamte Osteroktav hindurch wird das Ite auf diese Weise gesungen.

Karsamstag nach 1955

Name und liturgische Zeit

Der Tag heißt weiterhin Sabbato Sancto und die Liturgie vigilia paschalis, wobei die neuen Rubriken nur allzu gern von einer „feierlichen“ (solemnis) Liturgie sprechen, von Palmsonntag bis Karsamstag werden diverse Riten als solemnis bezeichnet. Msgr. Gromier scherzte in seinem bereits zitierten Vortrag gern darüber, dass man hier gern alles als feierlich bezeichnete, so als gäbe irgendeine Möglichkeit, dass diese Riten in unfeierlicher Form vollzogen würden.

Die Rubrik zu Beginn der Feier sagt, dass die Liturgie zu einer Stunde zu beginnen habe, sodass die Messe gegen Mitternacht beginnt – und zwar in der Nachr zwischen Karsamstag und Ostersonntag. Sie wird also zu einer Liturgie mitten in der Nacht und nicht mehr wie seit Urzeiten zwischen Non und Vesper. Damit erhält sie den Charakter einer „ersten Messe“ von Ostern und büßt den einer eigenen Liturgie des Karsamstags ein. Dies löst auch die altchristliche Fastendisziplin auf. Die Änderungen beziehen sich ansonstan vor allem auf den ersten Teil der Vigil.

Allgemeines

Der Altar ist bereitet wie zuvor. Der Leuchter für die Osterkerze steht nun ohne Kerze dar und befindet sich nicht auf der Evangelienseite, sondern mitten im Altarraum. Der große, säulenartige Osterleuchter wird nicht mehr verwendet. Die Paramente sind zu Beginn weiterhin violett und am Ende weiß, doch die violeten gefalteten Kaseln (planetæ plicatæ)sind durch Dalmatik und Tunicella ersetzt.

Segnung des Feuers

Der Ritus beginnt wieder draußen. Es ist nicht mehr vorgesehen, dass ein Feuerstein verwendet wird, sondern es kann jegliches Feuer sein. Es wird mit nur einer Oration gesegnet, die anderen beiden sind verschwunden. Hierauf besprengt der Priester direkt das Feuer mit Weihwasser und inzensiert es. Die Weihrauchkörner, die ebenfalls keine mehr sind, werden nicht mehr zusammen mit dem Feuer gesegnet.

Segnung der Osterkerze

Dieser Teil ist völlig neu. Die Osterkerze, die früher in der Kirche wartete wie der tote Leib des Herrn im Grab, ist nun draußen am Feuer. Der Priester segnet sie (nicht mehr der Diakon), nachdem er sie von einem Akolythen empfängt. Mit einem Stift ritzt der Priester das Kreuz zwischen den fünf Löchern für die Nägel (bzw. Weihrauchkörner) ein bzw. zeichnet sie nach. Ebenso verfährt er mit dem Alpha und Omega über und unter dem Kreuz, sowie mit der Jahreszahl, die es umgibt.

Diese Jahreszahlen waren zuvor nicht verpflichtend und oft überhaupt nicht gegeben, zuvor war es üblich die Kerzen mit reichen Verzierungen zu bemalen. Nun ist die Jahreszahl jedoch offiziell im Ritus vorgesehen und wir finden in den Kirchen fast überall identische Osterkerzen aus Massenproduktion. Begleitet wird dieses Nachfahren von einer neuen Formel Christus heri et hodie… Die Weihrauchkörner bzw. Nägel werden nur mit Weihwasser besprengt und inzensiert, ein Gebet für sie gibt es nicht. Während er de Nägel in die Kerze steckt, spricht er dazu die neuen Worte Per sua sancta vulnera… 

Nun wird ihm ein Docht gereicht, der am Feuer entzündet wurde. Der Priester spricht, während er mit ihm die Osterkerze entzündet, die neue Formel Lumen Christi gloriose resurgentis dissipet tenebras cordis et mentis („Das herrliche Licht des auferstehenden Christus zerstreue die Finsternis des Herzens und des Geistes“). Darauf segnet der Priester die Kerze mit dem Gebet Veniat quæsumus, das zuvor für die Weihrauchkörner verwendet wurde. Es ist jedoch leicht verändert um sich auf die Osterkerze zu beziehen. Derweil erhalten Klerus und Volk kleine Prozessionskerzen.

Der Diakon entledigt sich seiner violetten Dalmatik und legt eine weiße (mit Stola) an. Ein Manipel wird nicht mehr erwähnt. Er nimmt die Osterkerze und trägt sie in der Prozession, deren Ordnung jedoch verändert wurde. Der Klerus im Chor geht nun hinter dem Priester und nicht mehr vor ihm. Der Ritus um das Lumen Christi bleibt ähnlich, doch macht der Diakon weder eine Kniebeue noch hebt er die Kerze empor. Die Kniebeuge wird nun zur Osterkerze gemacht, nicht mehr geradeaus. Nach dem ersten Lumen Christi wird die Kerze des Priesters entzündet, nach dem zweiten die des Klerus und nach dem letzten die des Volkes und aller Lampen in der Kirche. Somit werden diese nicht mehr erst nach der entsprechenden Stelle im Exsultet angezündet, sondern schon viel früher.

Im Altarraum angekommen, stellt der Diakon die Kerze auf den Leuchter in der Mitte des Presbyteriums. Der säulenartige, große Leuchter hat keinen eigenen Platz mehr in dieser Liturgie, sondern ist zusammengeschrumpft und zu einem rein praktischen Objekt (parvum sustentaculum) geworden. Der Priester geht derweil an seinen Sitz. Dort erteilt er dem Diakon den Segen (nicht mehr am Altar) für das Exsultet. Das Buch, in dem es steht, wird ihm nun vom Zeremoniar gegeben und liegt nicht mehr wie ein Evangeliar auf dem Altar.

Exsultet

Zum Exsultet geht der Diakon nun an das Pult, das vor der Osterkerze steht und zur Evangelienseite schaut. Er inzensiert erst das Buch, danach auch die Kerze, was zuvor unerblieb. Das Exsultet singt er am Stück, denn die Kerze brennt bereits, die Weihrauchkörner/Nägel sind bereits eingesetzt und die Lichter der Kirche bereits entzündet. Am Ende wird – statt für den Kaiser – eine neue Formel die Regierenden allgemein eingefügt.

Nach Vollendung des Exsultet legt der Diakon wieder seine violette Dalmatik an, der Priester bleibt in violettem Chormantel und wechselt nicht wie zuvor in die Kasel. Die Ministri tragen nun also Gewänder, wie sie eigentlich nur zu Prozessionen und Segnungen getragen werden.

Prophetien

Von den zwölf alttestamentlichen Prophetien bleiben nur noch vier übrig (die erste, vierte, achte und elfte). Damit wurden die acht anderen, inhaltsreichen Lesungen gestrichen. Nach jeder Lesung folgen die entsprechenden Gesänge (welche nun Cantica heißen) und Orationen. Letztere werden nicht mehr am Altar, sondern am Sitz gebetet. Der Diakon singt – wie schon an Karfreitag – sowohl Flectamus genua wie auch Levate. Die Lesungen werden nun nicht mehr am üblichen Ort zum Altar hin gesungen, sondern an einem Pult zur Kerze hin.

Erster Teil der Allerheiligenlitanei

Wo einst die Weihe des Taufbrunnens (und die Taufe der Katechumenen) folgte, wird nun eine völliges Novum eingeführt: Die Aufspaltung der Allerheiligenlitanei in zwei Teile, zwischen denen die Weihe des Taufwassers stattfindet. Priester und Leviten knien, statt sich hinzulegen. Dies tun sie an ihren Plätzen und nicht mehr vor dem Altar auf den Stufen. Sie tragen auch die Paramente weiterhin und legen sie nicht mehr ab. Die Litanei wird bis Omnes Sancti et Sanctæ Dei gesungen, aber nicht mehr gedoppelt.

Taufwasserweihe

Nun folgt die Weihe des Taufwassers – nicht des Brunnens – mitten in der unterbrochenen Litanei. Es soll nun ein Tisch aufgestellt werden, zum Volk gewandt und von ihm gut zu sehen, auf dem ein weitere Gefäß steht, in dem das Taufwasser geweiht wird. Zur Erinnerung: Zuvor ging man direkt zum Taufbrunnen und weihte ihn. Die Texte bleiben gleich, aber die Prophetie aus Gen 5, 31-8,21 (die zweite), auf die sich die Weihe direkt bezieht, wurde gestrichen. Ist das Wasser geweiht, wird es in Prozession zum Gesang des Sicut cervus zum Taufbrunnen gebracht und hineingegossen.

Für den Fall, dass das Taufwasser in einer Taufkapelle geweiht werden soll, wird vorgeschrieben, dass man während des ersten Teils der Litanei ausziehe und während ihres Gesanges die Weihe vollziehe. Dazu sollen die Sänger ggf. die Anrufungen der Heiligen von vorn beginnen, „falls nötig“. Dies wird fast unvermeidbar sein, denn die Taufwasserweihe ist umfangreich.

Erneuerung der Taufgelübde

Eine weitere Neuschöpfung ist die Erneuerung der Taufgelübde, die auch noch in der Landessprache vollzogen werden kann. Hier haben wir nun also auch in der Karwoche die Verwendung der Volkssprache in der Liturgie.

Wieder muss sich der Priester umziehen, diesmal mit einem weißen Chormantel, wobei Diakon und Subdiakon weiterhin violett tragen. Erneut wird die Osterkerze inzensiert. Der Priester verliest zum Volk gewandt eine in recht moralisiernendem Ton gehaltene, neu komponierte Ansprache und beschwört das Volk, den Satan, all seine Werke und all sein Gepränge zu verwerfen. Dann befragt er das Volk nach seinem Glauben und betet mit ihm gemeinsam das Vaterunser – das zweite Mal, dass das Volk es laut mitbeten soll.

Msgr. Gromier geht im Einzelnen auf die oben genannten Punkte ein, sodass wir sie hier nicht weiter ausführen wollen.

Zweiter Teil der Allerheiligenlitanei

Nun wird die Litanei ab Propitius esto fortgesetzt. Derweil gehen Priester und Leviten in die Sakristei und ziehen sich weiße Paramente für die Messe an. Der Altarraum wird für die Messe vorbereitet, die Osterkerze auf die Evangelienseite gestellt.

Die Hl. Messe

Auch hier haben sich einige Punkte verändert. Das Stufengebet fällt weg, die Messe beginnt direkt mit der Altarinzens wie an den anderen Tagen. Das Gebet Domine Jesu Christe qui dixisti entfällt wie an Gründonnerstag, weil kein Friedensgruß stattfindet, was aber sonst nur in Totenmessen geschieht.

Nach der Kommunion gibt es wegen der neuen Uhrzeit – es ist nun weit nach Mitternacht – keine Vesper mehr, sondern komplett neu zusammengestellte kurze Laudes, d.h. statt des Magnificat das Benedictus mit neuer Antiphon Et valde mane, die aber schon aus dem Evangelium der Messe von Ostersonntag zitiert. Sie war offensichtlich für die Laudes von Ostersonntag gedacht und nicht die Vigil. Diese kurzen Laudes ersetzen die Matutin und Laudes von Ostersonntag. Dies hat die unbestreitbar skurrile Tatsache zur Folge, dass Ostern das einzige Fest im Jahr wird, das weder eine erste Vesper, noch eine Matutin oder ein Te Deum hat. Das Schlussevangelium entfällt.

Abschließende Bemerkungen

Zusammen mit Karfreitag stellt die Ostervigil von 1955 die größte Veränderung der Liturgie seit vielen Jahrhunderten dar, noch dazu an ihrem ältesten und Herzstück. Die mit der „Reform“ beauftragte Komission unter Papst Pius XII. führte unter dem Vorwand die „korrekte“ Zeit der Feiern „wiederherzustellen“ nicht nur gänzlich neue Riten ein, die auch zeremonielle Ungereimtheiten und Probleme zutagefördern. Sie hat, wie wir in der Serie gesehen haben, nicht einmal dieses Anliegen der „korrekten“ Zeit erfüllt. Die „reformierte“ Karwoche heißt in ihren Büchern Ordo hebdomadæ sanctæ instauratus (wiederhergestellte Ordnung der Heiligen Woche) ohne tatsächlich die ursprüngliche Form wiederherzustellen, sondern gänzlich neue Dinge einzuführen.

Die richtige Zeit der Ostervigil ist von Anfang an nach der Non gewesen, wie es im Einklang mit der altkirchlichen Fasten- und Bußordnung steht. Eine absurde Folge dieser Vorstellung von der mitternächtlichen Uhrzeit ist die Zerstörung der ersten Vesper von Ostern und anderer Teile des Offiziums. Dabei wäre es ein Leichtes gewesen, die Zeremonien wieder auf die nachmittägliche Uhrzeit gegen 16 oder 17 Uhr zu legen, ohne den Ritus irgendwie antasten zu müssen.

Ferner hat das Exsultet seinen Charakter eines diakonalen Segens vollständig eingebüßt. Es ist nun nichts weiter als ein festlicher Gesang, ohne jegliche praktische Bedeutung. Auch die Zeremonien um das Taufwasser – besonders der nun in seiner Bedeutung verdrehte Psalm Sicut cervus – werfen viele Fragen auf.

Zu all diesen Punkten gäbe es noch viel zu sagen – diese Artikel sollen nur eine erste Einführung darstellen und Hilfen zum Verständnis bieten. Viele der Änderungen wurden wenige Jahre später unter Paul VI. wieder kassiert – gleichwohl wurden viele der neu eingeführten liturgischen Prinzipien (etwa die Volkssprache, „Wortgottesdienst“ am Priestersitz, etc.) ausgeweitet. Die vier Lesungen wurden auf sieben erhöht.

Dieser Artikel basiert auf dem außerordentlichen Werk von Gregory DiPippo, das auf New Liturgical Movement veröffentlicht wurde und hier mit seinem ausdrücklichen Einverständnis ins Deutsche übertragen und ergänzt wurde.

In unserer Serie zur Liturgie des der Karwoche und der Änderungen, die im vergangenen Jahrhundert an ihr vorgenommen wurden, wenden wir uns nun dem Karfreitag zu. Hier finden wir – neben der Osternacht – nicht nur die ergreifendsten Riten, sondern auch die gravierendsten Veränderungen derselben. Wir knüpfen dabei an die Vorstellung des Gründonnerstags an, ohne den die Zeremonien an Karfreitag nicht möglich und auch nicht erlaubt sind. Die Tenebræ, von denen wir am Gründonnerstag handelten, erwähnen wir hier nicht mehr eigens.

Karfreitag bis 1955

Beginnen wir erneut mit dem Namen: Karfreitag heißt seit ältester Zeit Feria VI in Parasceve – ein griechischer Begriff, der an den Rüsttag im Judentum erinnert. Er taucht auch in der Passion auf (Mt 27, 62; Mk 15, 42; Lk 23, 54; Joh 19, 31). Die Liturgie selbst wird auch Missa præsanctificatorum – Messe der vorgeheiligten [Gaben] genannt. Sie trägt diesen Namen, weil es sich nicht um eine Hl. Messe als solche handelt, da es an Karfreitag keine Wandlung gibt. Stattdessen wird die an Gründonnerstag konsekrierte zweite Priesterhostie verwendet. Die äußere Form der Liturgie folgt hingegen dem Ritus der Messe, was bei der Betrachtung der Änderungen von erheblicher Wichtigkeit ist. Dies verdeutlicht den wesensmäßigen Zusammenhang des Kreuzesopfers an Karfreitag und seiner Fortsetzung und Erneuerung in der Hl. Messe.

Die Messe ist – wie an tagen mit Bußcharakter und in der Karwoche üblich – liturgisch zwischen Non und Vesper angesiedelt. So heißt es in der Rubrik gleich zu Beginn: In Choro, dicta Nona, Sacerdos et Ministri… und ganz am Ende: … et dicuntur Vesperæ sine cantu, et denudatur Altare. Gleichwohl wurde diese Liturgie bereits im 7. Jahrhundert bereits am Vormittag gehalten, wie der Ordo Romanus Primus zeigt. Der Priester trägt durchgängig eine schwarze Kasel, die Leviten schwarze gefaltete Kaseln (das einzige mal im Jahr). Weiterhin tragen alle drei Manipel.

Die Katechumenenmesse

Die Messe (wir nennen sie hier aufgrund der obigen Begriffsklärung so) beginnt in völliger Stille. Auf dem Altar stehen sechs hohe Leuchter mit ungebleichten (d.h. orangenen) Kerzen und das violett verhüllte Kruzifix. Die Mensa (d.h. die Altarplatte) ist unbedeckt, da sie am Gründonnerstag entblößt wurde. Dies geht nach Msgr. Gromier auf die frühchristliche und heute bis auf an Karfreitag nicht mehr erlaubte Praxis zurück, die Altartücher erst zur Messe aufzulegen. Damit haben wir es hier also wieder mit dem Triduum als Schatzkammer ältester christlicher Liturgie zu tun.

Einzug und Lesungen

Der Altardienst zieht in Stille ohne Kerzen oder Weihrauch ein. Während sich Priester und Leviten auf den Stufen des Altares niederwerfen, breiten zwei Akolythen auf der Mensa ein einziges Altartuch aus. Auch bei der prostratio handelt es sich um ein Überbleibsel aus ältester Zeit, bevor es ein fixes Stufengebet gab. Zelebrierte der Papst in einer der römischen Kirchen die Messe, warf er sich zu Beginn zum Gebet (und unter Gesang der Schola) vor dem Altar nieder. Über die Jahrhunderte hat sich dies zu einem fest geordneten Stufengebet entwickelt.

Nach der prostratio steigen die Leviten zum Altar empor, den der Priester küsst, und gehen auf die Epistelseite. Ein Lektor singt die erste Lesung (Hos 6, 1-6) Haec dicit Dominus, die der Priester am Messbuch auf der Epistelseite mit leiser Stimme mitliest. Es folgt der Tractus aus Hab 3, 2-3, worauf der Priester Oremus singt. Der Diakon singt Flectamus genua, alle beugen für einen Moment die Knie, bis der Subdiakon Levate singt. Es folgt die Oration Deus, a quo et Judas reatus sui pœnam, die der Prieter wie üblich mit ausgebreiteten Händern betet. Diese Oration ist dieselbe wie an Gründonnerstag und spricht von Judas und dem gerechten Schächer. Erneut haben wir eine Verbindung mit dem letzten Abendmahl und der Gründonnerstagsmesse. Nun singt der Subdiakon recto tono (auf einem einzigen Ton) die Epistel aus Ex 12, 1-11, jedoch ohne Titel. Auf diese folgt ein weiterer Tractus aus Ps 139, 2-10 und 14.

Passion und Evangelium

Wie an den anderen Kartagen wird nun die Passion gesungen. Sie beginnt direkt mit dem Titel Passio Domini nostri Jesu Christi secundum Joannem (Joh 18, 1-40; 19, 1-42). Wie an den vorangegangenen Tagen auch werden die letzten Verse von der Grablegung Jesu (Joh 19, 38-42) als Evangelium gesungen – jedoch ohne Dominus vobiscum und Titel. Deshalb betet der Diakon erst hiervor Munda cor meum, es gibt aber keinen Segen, Kerzen oder Weihrauch, ebensowenig küsst der Zelebrant am Ende das Buch und wird auch nicht inzensiert. Der Diakon legt für das Evangelium seine gefaltete Kasel ab und nimmt stattdessen die sog. stola latior, ein breites Stück Stoff, das ähnlich der Diakonenstola getragen wird. Auf ihre Geschichte können wir hier aus Platzgründen nicht eingehen, doch gehört auch sie zu den ältesten Gewändern der römischen Liturgie. Nach dem Evangelium folgen die Großen Fürbitten.

Große Fürbitten

Der Priester steht mit den Leviten auf der Epistelseite am Messbuch und betet dort die sog. Großen Fürbitten. Jede Oration hat eine Einleitung, auf die wie zu Beginn das Flectamus genua und Levate folgt. Die einzige Ausnahme bildet die Fürbitte Pro Judæis (für die Juden), zu der keine Kniebeuge gemacht wird, denn mit diesem Zeichen wurde einst der leidende Herr von ihnen verhöhnt (vgl. Mk 15,19). Zum Ende der Fürbitten hin rollen zwei Akolythen einen langen violetten Teppich von den Altarstufen herab. Darauf legen sie ein violettes Kissen aus Seide und die Königswürde des Gekreuzigten versinnbildlicht. Dieses wird mit einem großen weißen, ebenfalls seidenen, Velum bedeckt. Es symbolisiert das Grabtuch Christi.

Kreuzverehrung

Auf die großen Fürbitten folgt die Kreuzverehrung. Priester und Leviten gehen an ihre Sedilien und legen dort ihre (gefalteten) Kaseln ab, der Diakon bleibt jedoch weiter mit der stola latior bekleidet. Der Diakon steigt zum Altar empor und nimmt das verhüllte Kreuz, das dort bisher thronte, herunter und übergibt es dem Priester. Es folgt das bekannte Ecce lignum crucis, bei dem das Kreuz schrittweise enthüllt wird. Zuerst der Titulus, dann der rechte Arm, schließlich das gesamte Kruzifix. Dabei bewegen sich Priester und Leviten schrittweise von der Epistelseite zur Mitte des Altares. Auf das intonierte Ecce lignum antworten die Leviten In quo salus mundi pependit, und schließlich die Schola Venite adoremus, zu dem alle niederknien.

Nach dem dritten Niederknien steigt der Priester mit dem Kreuz vom Altar herab und legt es auf das dort bereitete und verhüllte Kissen. Er geht mit den Leviten zur Sedilie und alle ziehen ihre Schuhe aus, sie legen auch die Manipel ab. Der Priester begibt sich in Begleitung des Zeremoniars zum Eingang des Presbyteriums und kniet nieder. Er steht auf, geht einige Schritte näher an das Kreuz heran und kniet erneut nieder. Dies tut er ein drittes Mal, unmittelbar vor dem Kreuz. Dort angekommen, küsst er die Füße des auf den Altarstufen liegenden Heilandes. Währenddessen singt die Schola die Improperia, auf Latein und Griechisch. Der Ritus der Kreuzverehrung geht auf das alte päpstliche Hofzeremoniell zurück, bei dem man vor dem Papst drei Kniebeugen machte ehe man seinen Fuß küsste. Hierüber gelangte es in die Liturgie.

Die Kreuzverehrung nach traditionellem Ritus. Man beachte Kissen und Velum.
Quelle: FSSP Roma. Facebook: Parrocchia Ss. Trinità dei Pellegrini.

Nachdem alle im Altarraum in gleicher Weise das Kreuz verehrt haben, wird es samt Kissen außerhalb des Presbyteriums zum Volk ins Schiff gebracht. Dieses verehrt es ebenfalls, indem man sich auf Knien zum liegenden Kreuz hinunterbeugt und die Füße küsst. An den Sedilien ziehen Priester und Leviten wieder ihre Schuhe und Paramente an, sie sitzen und rezitieren die Improperia. Danach werden die Altarkerzen entzündet.

Wie im Levitenamt bringt der Diakon nun die Burse mit dem Corporale zum Altar und entfaltet es. Nachdem die Gläubigen die Kreuzverehrung beendet haben, bringen zwei Akolythen das Kreuz zurück zum Presbyterium, wo es der Diakon empfängt und wieder auf dem Altar aufrichtet. Wenn das Kreuz vor ihnen vorbeizieht, machen alle erneut eine Kniebeuge.

Die Missa præsanctificatorum

Prozession zum Repositionsaltar

Nun formiert sich eine Prozession um zum Repositionsaltar zu ziehen und dort das Allerheiligste Sakrament abzuholen. Der Subdiakon nimmt das Vortragekreuz zwischen den Akolythen mit ihren Kerzen, darauf folgt der Klerus, am Ende Priester, Diakon und Zeremoniar. Am Sakramentsaltar angekommen, werden Fackeln entzündet, alle knien nieder und beten eine Weile während der Diakon die „Urne“, in welcher der Leib des Herrn im verhüllten Kelch ruht, öffnet.

Der Repositionsaltar mit der Urne in der Ss. Trinità dei Pellegrini, Rom.
Quelle: FSSP Roma. Facebook: Parrocchia Ss. Trinità dei Pellegrini.

Nach der Inzens des Allerheiligsten erhält der Priester den Kelch und verhüllt ihn sofort mit dem Schultervelum. Die Prozession zieht, wie bei der Reposition an Gründonnerstag, mit gewaltigem Pomp unter einem Baldachin, mit Fackeln und zwei Rauchfässern zum Gesang des Passionshymnus Vexilla Regis prodeunt zum Hochaltar. Die zwei Thuriferare gehen unmittelbar vor dem Baldachin und wechseln sich auf dem Weg mit der Inzens des Allerheiligsten ab.

Am Hochaltar angekommen, nimmt der Diakon den Kelch, stellt ihn auf das Corporale auf dem Altar und bindet das Seidenband, welches das Velum am Kelch hält, los. Das Velum bereitet er, ohne es abzunehmen, wie zur Messe. Die Fackelträger (Ceroferare) bilden vor dem Atlar zwei Reihen nebeneinander. Anschließend wird das Allerheiligste erneut inzensiert und es beginnt der Ritus der sog. „Vorgeheiligten Gaben“. Der Begriff ist auch in den östlichen Riten bekannt und verbindet den römischen Ritus und sie somit miteinander.

Ritus præsanctificatorum und Kommunion

Priester und Leviten steigen zum Altar empor. Der Diakon deckt den Kelch ab und hält die leere Patene, auf die der Priester vorsichtig die Hostie aus dem Kelch gleiten lässt. Dann nimmt der Priester die Patene und legt die Hostie vorsichtig auf das Corporale. Wie bei der Messe gibt der Diakon nun etwas Wein, der Subdiakon einen Tropfen Wasser in den Kelch, der sodann auf das Corporale gestellt wird. Die Offertoriumsgebete und -gesten entfallen jedoch. Nun kommt der Thuriferar zum Priester, der ohne Segen (denn das Allerheiligste ist unmittelbar gegenwärtig) Weihrauch auflegt. Es folgt die Inzens von Hostie, Kelch und Altar wie üblich, jedoch ohne Inzens des Zelebranten oder irgendeiner anderen Person. Dabei betet er die üblichen Gebete Incensum istud, Dirigatur und Accendat in nobis.

Auf der Epistelseite wäscht er seine Hände, jedoch ohne etwas zu sagen, und kehrt in die Mitte zurück. Dort betet er In spiritu humilitatis wie in jeder Messe, macht danach einen Schritt auf die Evangelienseite und spricht etwas zum Volk gedreht Orate fratres, dreht sich dann aber direkt auf demselben Wege zurück. Dies geschieht, damit er dem Allerheiligsten nicht den Rücken zukehrt. Hierauf folgt sofort das Pater noster, welches er – und er allein wie gewöhnlich – im Ferialton singt. Secreta, Präfation, Sanctus und Canon entfallen demnach. Es folgt wie üblich das Libera nos, heute aber mit lauter Stimme gesungen und ohne begleitende Riten.

Nun erhebt der Zelebrant die Hostie nur mit der rechten Hand so hoch, dass das Volk sie sehen kann, während Diakon und Subdiakon nebenan kniend die Kasel anheben. Das Klappern der hölzernen crepitacula begleitet diese Elevation. Anschließend bricht der Priester die Hostie in drei Teile wie üblich, gibt das kleinste ohne Worte in den Kelch und betet hernach das Perceptio Corporis tui. Die Kommunion erfolgt wie im üblichen Messritus, mit Domine non sum dignus, jedoch ohne die Gebete zur Kelchkommunion. Darauf trinkt er den Kelch aus, lässt dabei aber die üblichen Zeremonien weg. Niemand anders kommuniziert. Er purifiziert den Kelch und seine Finger wie in der Messe.

Ende der Liturgie

Der Subdiakon waltet seines üblichen Amtes und stellt den Kelch wieder zusammen, während der Diakon die stola latior ablegt und sich mit der gefalteten Kasel bekleidet. Hier endet die Messe, abrupt und in absoluter Stille wie es dieser dunkle und tieftraurige Tag gebietet. Nach dem Auszug wird das Altartuch wieder entfernt, Leuchter und Kreuz bleiben auf dem Altars stehen. Der Repositionsaltar wird abgebaut. Wir bleiben mit einem tiefen Eindruck der Verlassenheit zurück, einzig das Kreuz vor Augen.

Karfreitag nach 1955

Bereits der Name des Tages ist völlig anders als er bis jetzt lautete: Feria sexta in Passione et Morte Domini – „Freitag von der Passion und dem Tode des Herrn“. Die Liturgie selbst wird nun mit einem befremdlichen, gar klinischen Titel versehen: Solemnis Actio Liturgica postmeridiana in Passione et Morte Domini — „Feierliche liturgische Handlung von der Passion und dem Leiden des Herrn am Nachmittag“.

Allgemeines

Der Altar ist vollständig entblößt. Nicht einmal Leuchter und auch kein Kreuz stehen auf ihm. Dies hat zur Folge, dass die weiterhin vorgesehenen Verneigungen zu Oremus und dem Namen Jesu kein Ziel mehr haben, denn das Kreuz, an das sie gerichtet sind, fehlt plötzlich – es steht in der Sakristei – obwohl am Vorabend noch zur Komplet davon ausgegangen wird, dass es samt Leuchtern auf dem Altar steht, wie die Rubriken erkennen lassen.

Zu Beginn tragen Priester, Diakon und Subdiakon Amikt, Albe und Zingulum. Priester und Diakon tragen jeweils schwarze Stola. Manipel oder (gefaltete) Kaseln trägt niemand, auch keine Dalmatik oder Tunicella. Im Verlauf der Zeremonie werden die Minitri (Priester, Diakon und Subdiakon) mehrfach ihre Gewänder – auch Farben – wechseln.

Erster Teil

Einzug und Lesungen

Der Einzug erfolgt ähnlich wie zuvor, doch wird kein Altartuch ausgebreitet. Ministri und Ministranten verehren den Altar mit Verneigungen, obwohl kein Kreuz auf ihm steht – eine bis dahin undenkbare Sache, denn es ist das Kreuz, dem die Verehrung gilt. Dies führt auch Msgr. Gromier in einem Vortrag über die neue Karwoche unter Berufung auf das Pontificale Romanum aus. Nach der Verneigung legen sich die Ministri wie zuvor auf den Boden, die Ministranten knien.

Eine Weile später richten sich alle auf, bleiben aber bis auf den Priester knien, der aufsteht (d.h. Diakon und Subdiakon knien ebenfalls) und ein neu eingefügtes Gebet Deus, qui peccati veteris mit gefalteten Händen unten vor dem Altar spricht. Es beginnt direkt, ohne irgendeine Einleitung (Dominus vobiscum und/oder Oremus) endet mit der kurzen Formel Per Christum Dominum nostrum, statt der in der Messe gebräuchlichen längeren.

Danach gehen die Ministri und Ministranten direkt an ihre Sitzplätze und es folgt die erste Lesung (selbe Perikope), die der Priester aber nicht mitliest, und welche nun von einem (geweihten) Lektor vorgetragen wird. Nach dem Tractus folgt die Oration Deus, a quo et Judas wie oben, jedoch an der Sedilie – nicht am Altar – und mit gefalteten Händen. Der Diakon singt nun sowohl Flectamus genua als auch Levate (letzeres sonst Subdiakon). Der Subdiakon singt die zweite Lesung, auf die der zweite Tractus und die Passion wie zuvor folgen.

Passion

Wurde die Passion zuvor direkt (ohne Gebet – dieses folgte erst vor dem letzten Teil als Evangelium) begonnen, erhalten die drei Diakone nun an der Sedilie vom Priester (ohne Munda cor) den Segen in verkürzter Form. Die letzten Worte des Dominus sit in cordibus… werden gestrichen, da sie das Evangelium erwähnen, das aber – wie wir gleich sehen werden – ebenfalls gestrichen wurde. Sie gehen auf die Evangelienseite und singen oder lesen (!) die Passion dort. Es ist nun ermöglicht worden, dass in einer levitierten Liturgie ein Text in freier Entscheidung gesungen oder gelesen werden kann. Für die Passion war das Lesen zurvor nur dort erlaubt worden, wo gar kein Diakon zur Verfügung stand – Laien durften, wie auch in der 1955er „Reform“, die Passion niemals singen.

Ein eigenes Evangelium gibt es nicht mehr. Die letzten Verse der Passion, die zuvor vom Diakon der Messe eigens und mit Zeremoniell wie im Requiem wurden, werden nun vom Erzähler (Chronista) direkt durchgesungen.

Zweiter Teil: Fürbitten

Nach der Passion müssen sich die Ministri umziehen: Der Priester legt ein schwarzes Pluviale, die Leviten schwarze Dalmatik und Tunicella an. Diese beiden Gewänder haben ausschließlich freudigen Charakter, aber keinen der Buße und des Fastens wie bis dato die gefalteten Kaseln. Während sie sich umziehen, breiten die Akolythen ein Altartuch aus und stellen das Messbuch genau in die Mitte des Altares – dort steht es sonst niemals. Die Ministri steigen (im Ritus ist keine Reverenz vorgesehen) direkt zur Mitte des Altares empor, der Priester küsst ihn und es beginnen die großen Fürbitten.

Die Fürbitten lauten für etwa vier Jahre nach 1955 identisch. 1959 schreibt Papst Johannes XXIII. jedoch vor, dass bei der Fürbitte für die Juden das Wort perfidis zu streichen sei, da es dagegen aufgrund von Missverständnissen heftige Proteste gegeben hatte. So meinten jene Protestierenden, es bedeute „verräterisch, perfide, niederträchtig“. Tatsächlich bedeutet es aber nichts Anderes als „treulos“ und ist keineswegs antisemitisch wie behauptet. In der „Reform“ von 1955 war nun auch zu dieser Fürbitte vorher zu knien (Flectamus genua).

Die übrigen Fürbitten blieben im Text unverändert, doch man fügte Überschriften für die einzelnen Teile ein. Die Fürbitte Pro hæreticis et schismaticis hieß nun Pro unitate Ecclesiæ, obwohl sie im Wortlaut derselbe blieb. Dieser Titel ist theologisch höchst problematisch, da er suggeriert, dass die Kirche nicht „eins“ sei – dies widerspricht jedoch der immerwährenden Lehre der Kirche und nicht zuletzt dem Credo.

Dritter Teil: Kreuzverehrung

Die Ministri entledigen sich des Rauchmantels und ihrer Dalmatiken an den Sedilien. Der Diakon geht mit vier Akolythen in die Sakristei um das Kreuz zu holen – bisher war die Sakristei kein genuin liturgischer Ort. Er kommt zwischen zwei Akolythen mit Kerzen zurück ins Presbyterium und wird dort vom Priester und Subdiakon in Empfang genommen.

Der Ritus um das Ecce lignum Crucis bleibt unverändert, mit der Ausnahme, dass zusätzlich zum Diakon und Subdiakon nun auch zwei Akolythen mit Kerzen beim Kreuz stehen sollen. Sobald das dritte Ecce lignum verklungen ist, übergibt der Priester das Kreuz zwei Akolythen, die es auf der obersten Altarstufe aufrecht stehend festhalten. Msgr. Gromier hält hier zutreffend fest:

„Das Kreuz, das vom Diakon herbeigeholt und dann vom Zelebranten enthüllt wird, bleibt nun zwei Akolythen anheimgegeben, die diese Rolle gar nicht haben sollten, schon gar nicht am Altar – wo nicht ihr Platz ist.“

Msgr. Léon Gromier (1879-1965), Mitglied der Päpstlichen Akademie für Liturgie: Vortrag in Paris, Juli 1960. Übersetzung eigene.

Zwei weitere Akolythen knien mit Kerzen auf der obersten Altarstufe. Die Prozession zur Kreuzverehrung erfolgt fast gleich wie zuvor, es werden jedoch nur noch einfache Kniebeugen gemacht. Das violette Seidenkissen samt Velum und der Teppich werden nicht mehr verwendet. Das Kreuz steht und liegt nicht.

Es werden wir zuvor die Improperia gesungen, die Ministri sollen sie aber nur „hören“ – d.h. nicht mitlesen. Am Ende der Kreuzverehrung der Gläubigen, die auf die hier genannte Weise stattfindet, stellt ein Akolyth – nicht der Diakon – das Kreuz auf den Altar, die anderen zwei stellen ihre Kerzen auch dazu.

Vierter Teil: Kommunionfeier

Die Ministri ziehen sich erneut um: Der Zelebrant zieht violette Kasel (ohne Manipel), die Leviten violette Dalmatiken (ohne Manipel) an. Der Altar wird für die Kommunion bereitet. Zelebrant, Subdiakon und Klerus warten im Altarraum, allein der Diakon und die Akolythen gehen zum Repositionsaltar – nicht mehr der gesamte Altardienst und anwesende Klerus. Während dieser gesamten Zeit wird nichts gesungen. Es gibt keinen Weihrauch. Auf dem Rückweg zum Hochaltar werden drei neue Antiphonen gesungen, das eindrucksvolle Vexilla Regis gibt es nicht mehr. Die Akolythen nehmen erst auf dem Rückweg zwei Kerzen.

Das Allerheiligste befindet sich (wie an Gründonnerstag beschrieben) nicht mehr in Form einer einzigen großen Priesterhostie in einem Kelch, sondern es handelt sich um ein Ziborium voller kleiner Hostien, da nun nicht mehr allein der Priester kommuniziert. Am Hochaltar angekommen, stellt der Diakon das Allerheiligste auf das Corporale und geht anschließend auf die Epistelseite. Die Akolythen stellen zwei weitere Leuchter auf den Altar, sodass nun vier Akolythenleuchter dort stehen – statt der üblichen sechs Altarleuchter.

Sämtliche Gesten, Gebete und Riten, die an die Messe erinnern, sind abgeschafft. Das Allerheiligste wird nicht inzensiert. Es geht direkt mit dem Pater noster los, das zum ersten mal von allen, vollständig und laut gebetet werden soll. Daraus resultiert auch, dass das Pater noster in einer levitierten Liturgie nicht mehr gesungen werden darf. So heißt es in der Rubrik: 

… celebrans clara voce recitat, non cantat, præfationem orationis dominicæ… totum vero Pater noster, omnes praesentes, clerici et fideles, una cum celebrante, solemniter, graviter et distincte recitant, lingua latina…

Rubrik zum Pater noster (MR 1962, 180)

Diese Rubrik böte noch viel Stoff für Ausführungen, dies soll hier jedoch unterbleiben. Der Priester wird weiterhin angehalten, es mit gefalteten Händen zu beten – im Gegensatz zur Messe. Das Gebet Libera nos wird nicht mehr gesungen, sondern gesprochen. Die Elevation der Hostie mit der rechten Hand findet nicht mehr statt. Nach der Priesterkommunion kommunizieren auch alle anderen, die dies wünschen, nachdem der Diakon das eingefügte Kommunion-Confiteor, welches andernorts zugleich abgeschafft wurde, singt. Nachdem die Kommunion vollzogen ist, abluiert der Priester die Finger nur im kleinen Ablutionsgefäß und reponiert das Ziborium im Tabernakel des Hochaltars.

Die Liturgie endet mit drei Orationen, die der Priester wiederum mit gefalteten Händen in der Mitte des Altares mit dem Messbuch direkt vor dem gefüllten Tabernakel beten soll. Ihnen geht kein Dominus vobiscum voraus und sie enden mit der kurzen Schlussformel. Alle ziehen in Stille aus. Die Rubrik sagt, dass das Allerheiligste, forma simplici, also „in einfacher Form“ nach der Liturgie zurück in seinen Repositionsaltar gebracht zu werden habe.

Abschließende Bemerkungen

Die „Reform“ von 1955 entband jeden Kleriker, der an der „feierlichen nachmittäglichen liturgischen Handlung“, wie sie heißt, teilnahm, von der Pflicht zum Beten der Vesper. Deshalb heißt es im Missale am Ende der Liturgie, dicitur Completorium. Dieser Punkt wird von Msgr. Gromier aufs Schärfste kritisiert, wenn er es als „unvorstellbar“ und „die Höhe der Willkür“ bezeichnet.

Mit dem Missale Pauls VI. wurde die Karfreitagsliturgie erneut verändert. Ihre Farbe ist nun durchgängig rot und das Wechseln der Paramente wurde wieder abgeschafft: Er trägt nur die Kasel. Weitere Veränderungen wollen wir hier nicht weiter nennen, derer es aber doch einige gibt.

Dieser Artikel basiert auf dem außerordentlichen Werk von Gregory DiPippo, das auf New Liturgical Movement veröffentlicht wurde und hier mit seinem ausdrücklichen Einverständnis ins Deutsche übertragen und ergänzt wurde.